OG – Bautag 29: Di – 31.07.

Dachlattung impregniert

Nachdem das regendichte, atmungsaktive Stamisolpapier verlegt wurde, werden wieder fleißig die Dachlatten angenagelt. In Handarbeit natürlich und zwar mit Hammer und Nagel und nicht mit dem Schußgerät. Hochwertige Handarbeit ist hier noch angesagt. Ausser dass die Hände weiter schmerzen, schmerzt nun auch noch das Kreuz und ich krieche wieder nach Hause. Das tägliche heiße Bad päppelt mich wieder hoch und ich ahne schon, dass morgen Dachziegelschlepperei angesagt ist. Heute hat es wieder etwas geregnet aber die Frisur hielt.

OG – Bautag 28: Mo – 30.07.

Dachschalung Garage fertig

Wenn Peter Duffner schafft, gibt es keine Gnade. Es beginnt morgens um 7:00 und endet um 21:00 Uhr. Nur damit man versteht, warum das Tagebuch nicht tagesaktuell war :-) . Wir haben wieder genagelt was das Zeug hält. Damit es schneller geht, verwenden wir einen Drucklufthammer, der wie eine Pistole mit Magazin schießt und die Nägel reindengelt. Peter stellt mit dem Zimmerer von Fischerbau das Fachwerk für die Garage fertig auf. Mir brennen am Abend die Fäuste und ich krieche auf allen Vieren nach Hause.

OG – Bautag 27: Fr – 27.07.

man at work

Danke, es wird ein strahlender Tag. Peter arbeitet hochkonzentriert und schaut dass alle G’schäft haben. Ich bin der Leistenschneider und bekomme schon mal einen Anschiss, wenn es nicht auf den mm genau passt oder wenn ich zu lange brauche oder es nicht gleich auf Anhieb kapiere, was und wie ich es machen soll. Die Leute von Fischerbau machen heute um 14:00 Uhr Feierabend. Peter fährt um 16:00 Uhr heim ins Schwäbische. Da der Wetterbericht für morgen Gewitter ansagt, nagle ich noch die Dachschalung drauf und habe dann auch um 20:30 Uhr Feierabend. Ausser duschen und die stories of the day erzählen geht nix mehr und ab ins Bett.

OG – Bautag 26: Do – 26.07.

Weißtanne 38 x 38 cm

Was für ein Tag. Es regnet schon am morgen und um 6:45 Uhr ruft mich der Lehmi an, dass er bereits mit seinem LKW festsitzt. Also aktiviere ich die noch verschlafene Gudrun mit ihrem Zaubertrecker. Als wir bei Lehmi ankommen steht auch schon der Holztransporter mit seinem Tieflader hinter ihm. Nun gut, wir ziehen erst den LKW mit Anhänger hoch zum Gasthof, damit er sich akklimatisieren kann. Der Spediteur mit seinem vollgepackten Tieflader fährt selber hoch. Bei dem Gewicht hat selbst die durchgeweichte Straße die schlechteren Karten. Den hängen wir allerdings weiter oben  an, denn in der Wiese hat er keine Bodenhaftung. Bis dahin schwingt der Peter oben auf der Baustelle bereits den Taktstock, “damit alle ein Geschäft haben”. Wir laden das Holz ab. Tieflader wieder weg und in der Zwischenzeit ist auch schon der 3. LKW mit den Dachziegeln angekommen. Lehmi fährt ohne Anhänger hoch zur Baustelle. Diesmal schafft er es alleine. Wir laden ab und anschließend fährt er wieder runter um Ladung vom  Anhänger auf den LKW umzuladen. In der Zwischenzeit fährt der Dachziegel-LKW hoch und wir laden ab. Lehmi kommt wieder hoch und wir laden wieder ab. Peter am Kran hievt immer alles was Lehm ist in den Bau, denn wenn das Dach drauf ist, bringen wir es nicht mehr mit dem Kran rein. Um 11:30 Uhr ist alles verstaut und wir montieren munter weiter. In der Zwischenzeit hat auch der Regen nachgelassen und das hebt etwas die Stimmung. Um 20:00 Uhr sind wir alle platt. Gute Nacht!

OG – Bautag 25: Mi – 25.07.

Jetzt wird ein Haus daraus

Was ist los mit Daumen drücken für schönes Wetter? Wir mussten heute bei Regen die ganzen Bohlen aufeinander setzen und der 10 kg Hammer hatte gut zu tun. Der Sepp hat einen Schlag, das hört man im ganzen Tal. Ich durfte dann auch mal nach dem Abendessen ran. Ansonsten habe ich den ganzen Tag Lärchenleisten geschnitten, die zwischen die Balken kommen, damit das Haus dicht wird und die Bohlen eine gute Führung haben. Die 2 versprochenen LKW’s stehen im Stau und kommen nun erst morgen. Somit werden morgen Vormittag 1x Holzlaster, 1x Lehmlaster mit Anhänger und 1x Dachziegel mit Anhänger kommen. Das sieht nach Stau auf der Baustelle aus. Schau’n ma mal ;-) .

OG – Bautag 24: Di – 24.07.

Sichtdecke UG montiert (genagelt)

Schaut fast so aus, als ob nix passiert wäre heute, aber wir haben ca. 70 qm Sichtdecke auf das UG gelegt und mit ca. 1800 Nägeln mit dem Hammer angenagelt. Nix mit Maschine ruckzuck – nein, hier wird das schwäbische Handwerk noch hochgehalten und praktiziert. Die Blasen an den Händen beweisen dies. Selbst unser Nachbar, der jeden Tag seine Kreise zieht um sich auf dem Laufenden zu halten, hat sich beim Anblick der 52 mm Bohlen wieder still verzogen und nur erwähnt, dass er damals 20er Lärchenbretterl verwendet hat. Dieses besondere Mehrgenerationenhaus wird uns sicherlich überleben. Übrigens jetzt wissen wir schon, wie sich die Aussicht vom Balkon darstellen wird und morgen geht es in die Höhe.

OG – Bautag 23: Mo. – 23.07.

1. Balkenlage einjustiert

Danke für’s Daumendrücken :-)  . Wir haben sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen. Wir starten um 7:00 Uhr und es geht auch gleich zügig voran. Kurz vor Mittag entsteht eine kleine Verwirrung mit den Maßen vom UG und den Abmessungen vom OG aber wir mitteln aus und eliminieren so die Unstimmigkeit. Am Nachmittag kommen bereits die beiden nächsten LKW-Ladungen mit jeder Menge Holz und was für Riegel. Sind die Außenwände mit 38 cm Vollholz schon der Hammer, so sind sie Zahnstocher im Vergleich zu den Pfetten für den Dachstuhl. Bei 48 cm Dicke und 10 m Länge gingen sogar den Baufachleuten von Fischerbau die Augen über. “Ja so baun mia bei uns nit.” Ich denke das wird noch für etwas Gesprächsstoff sorgen in der Umgebung. Um 21:00 Uhr ist Feierabend. Mehr soag i net und fui Hoiz vo da Hütt’n hat nun noch eine weitere Bedeutung. Die nächsten 2 Tage sind wir bestimmt noch beschäftigt. Am Mittwoch kommst dann der Rest Holz für’s Dach.

Liefertag: Do – 19.07.

Truck 1 von 4 – 40 to Holz im Anmarsch

Die Lehmstory war ja schon nicht ohne aber der Sattelzug mit 40 to Blockstämme für die Balkenlage Decke UG, Teil der Wände und keine Ahnung war doch noch eine kleine Steigerung. Ich ahne Schwierigkeiten und organisiere sicherheitshalber am Vorabend schon mal den Trecker unserer Nachbarin Gudrun und sie gleich mit dazu. Was ich nicht wußte, dass sie den Trecker bisher noch nie gefahren hatte. Engagiert wie sie aber ist, hat sie Ihren Bruder zu einer Schnelleinweisung gezwungen und steht auch wie vereinbar parat. Ich hole also erst wieder den Sattelzug unten an der Hauptstraße ab und erzähle und zeige den Spediteur auch, was ihn die nächsten 4 km so erwartet. Erwartungsgemäß braucht er meine vorausgeahnte Zughilfe, denn den Anstieg vor der letzten Kurve muss er rückwärts hochfahren, da er sonst die Kurve nicht kriegt. Nachbarin Gudrun ist toll und zieht den Auflieger während der Truckfahrer gefühlvoll seine 400 Pferdchen krault. In dieser Kurve spannen wir um und nun geht es wieder vorwärt die letzten 100 m hoch, bis der Sattelzug in der Mitte am Boden aufliegt. Spätestens jetzt, weiß ich warum so ein Gespann “Auflieger” heißt. Wir sind froh und laden mit einem Kranführer von Fischerbau in 2 Std. alles ab, was auch nicht ganz leicht ist, da die vorkommisionierten Päckchen teilweise für den Kran zu schwer waren. Ich hoffe wir machen alles richtig, denn am Montag kommt Herr Duffner, der schwäbische Meister des Blockbaus, um mit der Montage zu beginnen. Ab dann heißt es eine Woche lang: “schaffe, schaffe, Häusle baue” was das Zeug hält, denn bis Freitag muss die Hütte stehen. Bis zum Nachmittag hatten wir wieder Kaiserwetter aber anschließend ein kräftiges Gewitter. Ich mag nicht daran denken, wenn es heute geregnet hätte. Mögen alle Eure Daumen uns helfen, dass es nächste Woche relativ trocken bleibt. Ich sage schon mal Danke :-)  .

Liefertag: Di. – 17.07.

Lehmputze und -ziegel

Heute war ich schon etwas aufgeregt, da eine Lehmlieferung für den Innenputz angeliefert werden sollte und ich keine Ahnung hatte wer denn so kommt. Wer rechnet da schon gleich mit 22 to. Mir blieb kurz das Herz stehen, als ich den LKW sah und beim Gedanken, daß der nun hoch zur Baustelle sollte, ließ mich das doch kurzzeitig am Erfolg zweifeln. Ich kannte die Schotterpiste und die Steigungen und der LKW-Fahrer Gott sei Dank noch nicht. Das letzte Stück habe ich ihm dann doch erst gezeigt, bevor ich ihn weiterfahren ließ. Sein Gesicht habe ich leider nicht fotografiert ;-)  . Mit gutem Zureden und dass andere vor Ihm dies auch schon geschafft hatten, fuhr er los und durfte vor der vorletzten Kurve erst mal ein Verschnaufpäuschen machen. Beinahe hätte er den Aufbau des Anhängers an einem Baum geschrottet. Es hätte gerade noch eine Hand dazwischen gepasst. Die letzte Steigung und die beiden letzten Kurven fuhr er dann ohne Anhänger, was natürlich hieß, dass wir den Anhänger umladen mussten. Eine kleine logistische Herausforderung, da der komische 3-Rad Stapler, das Stück von Gasthaus zur Baustelle mehrmals hoch- und runterhoppeln durfte. Nach 5 Stunden hatten wir dann auch schon die ganze Ladung oben und der Kaiserschmarren von der Wirtin war eine gerechte Belohnung. Nächste Woche darf der Spediteur noch einmal kommen, denn wer glaubt, dass dies schon genug Lehm war, der irrt :-)  .

Aufräumtag: Mo. – 09.07.

Aufräumen und anplanieren

Heute wurde noch die ganze Baustelle aufgeräumt. Alles überflüssige Baumaterial weggeschafft und die ursprüngliche Geländestruktur erst mal wieder hergestellt. Nun heißt es abwarten, bis das Blockhaus am 23.7. angeliefert und die folgenden Tage auch aufgestellt wird. Ich vertreibe mir in der Zwischenzeit die Zeit mit Angeboten und Koordination der folgenden Arbeiten. Frohes Schaffen!