Es lebt sich gut: logisch – ökologisch, biologisch

Hervorgehoben

Das Jahr 2013 ist nun fast vorüber, zumindest bautechnisch. Wir haben noch am Feinschliff gearbeitet und es hat sich das verwirklicht, was wir uns gewünscht haben.
Der Norden mit Yin/Yang energetisiert.
Der Osten bereit für die neue Zeitqualität.
Der blühenden Süden eine Augenweide und herzöffnend.
Der Westen hat nun einen Zugang vom Balkon zum Garten.
Der Kreis ist geschlossen und wir übergeben unser Heim dem Wandel der Zeit.
Möge es allen Bewohnern immer ein beschütztes  und wohliges Heim sein.

Trailer “Making Of”

Auszeit in den Bergen für die Zeit nach dem Bau

01.12.2012 – “Dahoam”

Dies Refugium ist unser neues Zuhause

Es gibt heute nicht viel zu sagen. Nach einer Tiefschlafnacht gibt es unser 1. Frühstück mit Blick auf den Hauser Kaibling und die Planai. Noch zwar etwas wolkenverhangen aber man ahnt schon, wie schön es werden wird, hier zu leben, die Ruhe zu genießen und in gewisser Weise etwas über den Dingen zu verweilen. Ich hoffe, es gelingt uns, diese Beschaulichkeit, Ausgeglichenheit und Schönheit der Natur im Alltag nicht zu verlieren. Hier wäre alles vorhanden und man muss nur bereit sein, sein Herz zu öffnen und für Veränderungen, die sich gut anfühlen, offen zu sein. Möge mir (uns) auch dieser weitere Schritt gelingen. Es ist ein guter Zeitpunkt für Veränderungen.

OG – Bautag 31: Do – 02.08.

Freie Sicht ohne Kran

Ich decke heute noch das restliche Dach ein. Leider fehlen ca. 100 Dachziegel, so dass ich nicht ganz fertig decken kann. Am Vormittag wird der Kran demontiert und abtransportiert. Endlich verstellt uns nix mehr die Sicht. Ich räume wieder rund um die Baustelle auf und schaffe das restliche Holz für die Garagenverschalung ins Trockene, damit die aufziehenden Regenwolken keinen Schaden anrichten. Haus und Garage sind nun regendicht und ich bin beruhigt. Das Schlimmste ist überstanden. Vielen Dank noch einmal für das “schöne Wetter Daumen halten” ;-) . Fischerbau beginnt mit dem Verlegen des Kanalanschlusses und dem Vergraben der 3 Kammern-Klärgrube, die wir mit der Nachbarin Gudrun teilen. Die Feriensiedlung hat übrigens eine eigene Biokläranlage und eine eigene Quelle mit frischem Wasser direkt aus den Bergen.

Der Rohbau ist somit mit etwas Verspätung fertig gestellt und vor lauter Baufieber haben wir ganz vergessen Richtfest zu feiern und das Bäumchen auf den First zu montieren.

OG – Bautag 30: Mi – 01.08.

Ergolsbacher Karat – Dachziegel aus Niederbayern

Wir beginnen gleich morgens mit dem Verlegen der Dachziegel, die übrigens in Marklkofen, 5 km von Schermau entfernt, produziert werden. So haben wir ein kleines Andenken aus Schermau auf dem Dach. Wir schleppen und verlegen den ganzen Tag. Ich will mich nicht wiederholen aber die Abendprozedur bleibt dieselbe :) .

OG – Bautag 29: Di – 31.07.

Dachlattung impregniert

Nachdem das regendichte, atmungsaktive Stamisolpapier verlegt wurde, werden wieder fleißig die Dachlatten angenagelt. In Handarbeit natürlich und zwar mit Hammer und Nagel und nicht mit dem Schußgerät. Hochwertige Handarbeit ist hier noch angesagt. Ausser dass die Hände weiter schmerzen, schmerzt nun auch noch das Kreuz und ich krieche wieder nach Hause. Das tägliche heiße Bad päppelt mich wieder hoch und ich ahne schon, dass morgen Dachziegelschlepperei angesagt ist. Heute hat es wieder etwas geregnet aber die Frisur hielt.

OG – Bautag 28: Mo – 30.07.

Dachschalung Garage fertig

Wenn Peter Duffner schafft, gibt es keine Gnade. Es beginnt morgens um 7:00 und endet um 21:00 Uhr. Nur damit man versteht, warum das Tagebuch nicht tagesaktuell war :-) . Wir haben wieder genagelt was das Zeug hält. Damit es schneller geht, verwenden wir einen Drucklufthammer, der wie eine Pistole mit Magazin schießt und die Nägel reindengelt. Peter stellt mit dem Zimmerer von Fischerbau das Fachwerk für die Garage fertig auf. Mir brennen am Abend die Fäuste und ich krieche auf allen Vieren nach Hause.

OG – Bautag 27: Fr – 27.07.

man at work

Danke, es wird ein strahlender Tag. Peter arbeitet hochkonzentriert und schaut dass alle G’schäft haben. Ich bin der Leistenschneider und bekomme schon mal einen Anschiss, wenn es nicht auf den mm genau passt oder wenn ich zu lange brauche oder es nicht gleich auf Anhieb kapiere, was und wie ich es machen soll. Die Leute von Fischerbau machen heute um 14:00 Uhr Feierabend. Peter fährt um 16:00 Uhr heim ins Schwäbische. Da der Wetterbericht für morgen Gewitter ansagt, nagle ich noch die Dachschalung drauf und habe dann auch um 20:30 Uhr Feierabend. Ausser duschen und die stories of the day erzählen geht nix mehr und ab ins Bett.

OG – Bautag 26: Do – 26.07.

Weißtanne 38 x 38 cm

Was für ein Tag. Es regnet schon am morgen und um 6:45 Uhr ruft mich der Lehmi an, dass er bereits mit seinem LKW festsitzt. Also aktiviere ich die noch verschlafene Gudrun mit ihrem Zaubertrecker. Als wir bei Lehmi ankommen steht auch schon der Holztransporter mit seinem Tieflader hinter ihm. Nun gut, wir ziehen erst den LKW mit Anhänger hoch zum Gasthof, damit er sich akklimatisieren kann. Der Spediteur mit seinem vollgepackten Tieflader fährt selber hoch. Bei dem Gewicht hat selbst die durchgeweichte Straße die schlechteren Karten. Den hängen wir allerdings weiter oben  an, denn in der Wiese hat er keine Bodenhaftung. Bis dahin schwingt der Peter oben auf der Baustelle bereits den Taktstock, “damit alle ein Geschäft haben”. Wir laden das Holz ab. Tieflader wieder weg und in der Zwischenzeit ist auch schon der 3. LKW mit den Dachziegeln angekommen. Lehmi fährt ohne Anhänger hoch zur Baustelle. Diesmal schafft er es alleine. Wir laden ab und anschließend fährt er wieder runter um Ladung vom  Anhänger auf den LKW umzuladen. In der Zwischenzeit fährt der Dachziegel-LKW hoch und wir laden ab. Lehmi kommt wieder hoch und wir laden wieder ab. Peter am Kran hievt immer alles was Lehm ist in den Bau, denn wenn das Dach drauf ist, bringen wir es nicht mehr mit dem Kran rein. Um 11:30 Uhr ist alles verstaut und wir montieren munter weiter. In der Zwischenzeit hat auch der Regen nachgelassen und das hebt etwas die Stimmung. Um 20:00 Uhr sind wir alle platt. Gute Nacht!

OG – Bautag 25: Mi – 25.07.

Jetzt wird ein Haus daraus

Was ist los mit Daumen drücken für schönes Wetter? Wir mussten heute bei Regen die ganzen Bohlen aufeinander setzen und der 10 kg Hammer hatte gut zu tun. Der Sepp hat einen Schlag, das hört man im ganzen Tal. Ich durfte dann auch mal nach dem Abendessen ran. Ansonsten habe ich den ganzen Tag Lärchenleisten geschnitten, die zwischen die Balken kommen, damit das Haus dicht wird und die Bohlen eine gute Führung haben. Die 2 versprochenen LKW’s stehen im Stau und kommen nun erst morgen. Somit werden morgen Vormittag 1x Holzlaster, 1x Lehmlaster mit Anhänger und 1x Dachziegel mit Anhänger kommen. Das sieht nach Stau auf der Baustelle aus. Schau’n ma mal ;-) .

OG – Bautag 24: Di – 24.07.

Sichtdecke UG montiert (genagelt)

Schaut fast so aus, als ob nix passiert wäre heute, aber wir haben ca. 70 qm Sichtdecke auf das UG gelegt und mit ca. 1800 Nägeln mit dem Hammer angenagelt. Nix mit Maschine ruckzuck – nein, hier wird das schwäbische Handwerk noch hochgehalten und praktiziert. Die Blasen an den Händen beweisen dies. Selbst unser Nachbar, der jeden Tag seine Kreise zieht um sich auf dem Laufenden zu halten, hat sich beim Anblick der 52 mm Bohlen wieder still verzogen und nur erwähnt, dass er damals 20er Lärchenbretterl verwendet hat. Dieses besondere Mehrgenerationenhaus wird uns sicherlich überleben. Übrigens jetzt wissen wir schon, wie sich die Aussicht vom Balkon darstellen wird und morgen geht es in die Höhe.